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Lose ziehen: Gewinne für S04 im Bereich des Möglichen

26. August 2010 - O-Jay - 1 Kommentar

Champions League Gruppe B

Zum vierten Mal nach 2001, 2005 und 2007 nimmt der FC Schalke 04 an der Champions League teil. Ich möchte nicht Rudi Assauer zitieren, welcher dereinst vom “Popelklub” sprach, aber ich finde die Zugehörigkeit meines Klubs im Konzert von Europas Größten jedes Mal aufs neue außergewöhnlich und aufregend.

Und so wurde der heutigen Gruppenauslosung in Monaco den verregneten Tag über gebührend entgegengefiebert, als stünde ein abendliches Heimspiel an. Wunschgruppen wurden kreiert (Barca, Marseille S04, Twente) und in der MIttagspause traditionell aus Kaffeetassen probegelost (Barca, Donezk, S04, Cluj). Immer die Wahl zwischen den Alternativen absolute Attraktion oder sportlich machbare Konstellation. Am Ende bescherten Julio Cesar, Maicon, Wesley Snijder, Diego Milito und Gary Lineker im Grimaldi-Forum des Fürstentums eher das Letztere.

Nun ist das Einschätzen der Chancen nach Auslosungen immer ein Stück weit Kaffeesatzleserei, aber Olympique Lyon, Benfica Lissabon und Hapoel Tel Aviv lassen auf den ersten Blick durchaus Optionen auf ein Weiterkommen offen. Gegen keine dieser Teams habe ich Schalke je spielen sehen, die ganz großen Stars sind dort auch nicht beheimatet. Aber die Aussicht auf Europapokal-Abende in der heimischen Arena, wo man ansatzweise Duellen auf Augenhöhe beiwohnen darf, weckt schon Vorfreude. Die ganz großen Namen darf dann hoffentlich das Achtelfinale für Königsblau bereithalten.

Deswegen holte Schalke Hans Sarpei

26. August 2010 - O-Jay - 0 Kommentare

Ein Grund der Verpflichtung von Hans Sarpei war aber auch, dass mein Sohn Leonard Ghana-Fan ist. Er hat mir ans Herz gelegt, einen Spieler aus der ghanaischen Nationalmannschaft zu holen.”

via 11Freunde

Asamoah Gyan war schon vergeben? Gut, dass Felix Magaths Sohn nicht Fan von Nordkorea oder Honduras ist.

Freundschaftsspiele haben ihre eigenen Gesetze

24. August 2010 - O-Jay - 0 Kommentare

Gegengerade beim Testkick gegen den FC

Die von mir erlebten Freundschaftsspiele des FC Schalke 04 auf eigener Anlage haben seit jeher einen etwas skurrilen Charakter. Im Februar 1996 fiel der Rückrunden-Auftakt gegen den 1.FC Köln wiederholt den schlechten Platzverhältnissen im Parkstadion zum Opfer. Als Ausgleich kickten die Jungs von Jörg Berger auf dem damals noch vorhandenen Ascheplatz auf dem Berger Feld gegen den Zweitligisten Wuppertaler SV. Spielzeit 3 x 30 Minuten, der WSV in voller Montur, Schalkes Profis lediglich in Trainingsanzügen. An diesem kalten, klaren Wintertag fanden sich geschätzte 100 Zuschauer ein, um diesem Schauspiel beizuwohnen. Das Ergebnis weiß ich nicht mehr, aber vor dem Hintergrund der heutigen Gegebenheiten mutet das Ereignis wie ein erdichtetes Phantasiespiel an.

Kühlschrank-Partie

Fünf Jahre später, im Januar 2001 war der Rahmen schon etwas größer. Unter der Woche, Kerstin hatte einige Tage zuvor entbunden und weilte noch mit Nico im Krankenhaus, traf der S04 an einem arschkalten, Ostwind-geprägten Abend bei -10 °C im Parkstadion auf Borussia Mönchengladbach, zu dieser Zeit in Liga 2 beheimatet. Ich erinnere mich noch daran, dass neben zwei Blöcken in der Nordkurve und einem in der Südkurve lediglich der Unterrang der Haupttribüne geöffnet wurde, statt Veltins wurden Glühwein und Kakao verkauft. Da ein Platz in der Nordkurve bei diesem Green Bay-Gedächtniswetter schier unmenschlich erschien, entschieden meine Kollegen und ich uns für Haupttribünenkarten zum unfassbaren Preis von 20 DM. Am Ende siegte Schalke in der Ice-Bowl mit 2:1 vor gerade mal 3.000 Unentwegten. Totschlag-Argument in jeder Modefan-Diskussion dürfte seitdem die Frage “Wo warst Du gegen Gladbach?” sein.

Heute also wieder so ein seltsames Spiel. Kurzfristig anberaumt als quasi-Trainingskick zwischen den B respektive C-Teams Schalkes und des 1. FC Köln. Das ganze in der Arena zu freiem Eintritt, was wiederum unglaubliche 16.000 Besucher aus der Ferienlethargie holte (und damit 4.000 mehr als zu Bochums Zweitligaspiel gegen 1860 am Abend zuvor). Plante Schalke zunächst nur die Öffnung des Unterranges der Gegengerade, so öffnete man angesichts der strömenden Massen kurzfristig auch noch den Gegengeraden-Oberrang als auch weite Teile der Nordkurve. Ich fand mich damit erstmals in den luftigen Höhen des Oberrangs der Nordkurve wieder. Zwar im kalten Wind sitzend, dafür aber mit weitaus besserer Übersicht auf die taktische Formation ausgestattet als auf dem angestammten Stehplatz.

Inhaltlich darf man das Spiel selbstredend nicht allzu hoch bewerten. Felix Magath mag seine Erkenntnisse gewonnen haben (Köln reiste konsequenterweise auch gleich ohne Cheftrainer Soldo an). Pliatsikas gab sein Comeback nach monatelanger Verletzungspause und machte nicht nur beim von ihm verschuldeten 0:1 eine unglückliche Figur. Baumjohann und Escudero waren in meinen Augen Totalausfälle, während sich Uchida sehr bemüht zeigte, Kluge weitgehend überzeugte und Schmitz in der 2. Halbzeit auf der Linksverteidiger-Position eine starke Vorstellung ablieferte. Der zum zweiten Durchgang erstmals eingewechselte Fahrenhorst definierte seine IV-Position in allerbester Manndeckermanier und agierte sicher und abgeklärt. Nicht auszuschließen, dass Magath in am Samstag gegen 96 als Höwedes-Vertreter aus dem Hut zieht, so kurios dies im ersten Moment anmuten mag.

Davon ab präsentierte sich aber auch an diesem Tag die Abwehr wieder sehr wackelig. Erschreckend, wie schnell sie beim 2:0 von Freis überrumpelt wurde. Im Spielaufbau gab es zarte positive Ansätze, zumeist wurden diese jedoch durch eine erstaunlich hohe Anzahl an unpräzisen Pässen und Flanken zunichte gemacht. Da infolge dessen offensiv mit Ausnahme einer Druckperiode zu Beginn der 2. Halbzeit wenig zusammenlief, gewann der konterstarke kölsche FC mit vielen Unbekannten verdient mit 2:1.

Rebloggisiert

22. August 2010 - O-Jay - 0 Kommentare

Nach gut einem Jahr Pause passiert hier scheinbar wieder was. Was das soll? Nun gut, ich hatte in meiner letzten Urlaubswoche scheinbar zu viel Zeit in Kombination mit zu schlechtem Wetter. CSS und PHP statt Freibad quasi. So habe ich mir ein wenig Webspace bei meinem alten Host aus Europa organisiert und ein wenig herumgebastelt. Im Ergebnis müssen in einige der betagten Artikel noch die passenden Fotos eingefügt werden, ansonsten sollte die Seite hinsichtlich der Bedienbarkeit eigentlich ganz gut funktionieren. Das zuletzt genutzte “News”-Theme ist damit auch endgültig verschwunden. Auf den ersten Blick professionell, so störte doch die verwirrende Menüführung als auch der aus dem Design resultierende Zwang zur Bebilderung der einzelnen Beiträge. Das neue Theme präsentiert sich dagegen eher schlicht und aufgeräumt, lädt somit mehr zum spontanen Bloggen ein.

Inhaltlich bleibt vom alten natürlich alles so stehen. In Zukunft wird hier allerdings nicht mehr in der Gemeinschaft gebloggt, sondern von mir ganz alleine. Das Projekt Gemeinschaftsblog mit mehreren Themengebieten/Sportarten (Fußball, Eishockey, Football) als auch Vereinszugehörigkeiten (Schalke, Gladbach, Frankfurt Lions) erschien zu Beginn interessant zu werden, hat aber m.E. irgendwie nicht so richtig funktioniert. Deshalb erfolgt hier und jetzt eine klare Abgrenzung: fuenfzehndreissig.de als ausschließliches Fußball-Blog in den Farben Blau und Weiß. Sollte die Färbung ab und an mal ins braun-weiße oder schwarz-rote abdriften, so ist das meinen Co-Sympathien geschuldet. In der Regel aber soll es hier um den FC Schalke 04 gehen.

Reicht jetzt auch an Erklärungen und Rechtfertigungen? Okay, weiter geht’s …

Kaltstart und noch 10 Tage Hoffnung

22. August 2010 - O-Jay - 0 Kommentare

Schalke 10-11 und viele Fragezeichen

Eine knappe Halbzeit ordentliches Gekicke, der folgende Rest entsprach ganz den Befürchtungen der letzten Wochen. Am Ende stand für Schalke 04 ein hochverdiente Auftaktniederlage inm der Stellinger AOL-Arena HSH-Nordbank-Arena Imtech-Arena Volksparkstadion. Nach Jefferson Farfáns artistischem Ausgleichstreffer keimte zwar Hoffnung auf ein Remis, verdient wäre es nach einer m.E. desolaten Vorstellung in Durchgang 2 niemals gewesen. Und es hätte auch gar nicht kaschieren können, was dort auf dem Rasenviereck bei den Akteuren in den marine- und cyanblauen Trikots alles falsch lief.

Das der Kader in der aktuellen Besetzung fast eine Klasse schlechter als der des Vorjahres ist und noch dringend Verstärkungen her müssen, ist eh jedem klar. Trotzdem ist es schwer begreiflich, wie sich das Team nach zweimonatiger intensiver Vorbereitungszeit und 16 Testspielen derart unsortiert präsentieren kann. Keine Ideen im Spielaufbau und eine Abwehr, die nach verstärktem Druckaufbau des HSV nur noch um ihren Freischwimmer bemüht war, lassen einen die nahe Zukunft eher in dunklen Grautönen malen. Und dabei trat die große allgemeine Verunsicherung schon vor dem 30-minütigem Unterzahlspiel infolge des strittigen Platzverweises gegen Benedikt Höwedes ein. Die Zeit, die Magath bräuchte, um dieses Gebilde zu stabilisieren, gibt es im heutigen Profifußball nicht mehr. Warum er mit seiner Aufstellung weiter zur Verunsicherung beigetragen hat, man weiß es nicht. Jedenfalls überraschte mich die Nominierung Joel Matips auf der Rechtsverteidiger-Position und die von Kyriakos Papadopoulos’ im defensiven Mittelfeld außerordentlich. Leider geriet gerade Matip in der für ihn ungewohnten Rolle zur tragischen Figur und zum Sinnbild für den Zustand der Schalker Defensive an diesem Abend. Haarsträubende Unzulänglichkeiten im Stellungsspiel, kaum ein gewonnener Zweikampf und etliche Fehlpässe im Spielaufbau- das ging ja mal komplett in die Hose. Es war der Abschlussschwäche des HSV zu verdanken, dass dieser zahlreiche Großchancen ungenutzt ließ und ein durchaus im Raum stehendes Debakel für den S04 ausblieb.

Viel tiefer möchte man nach diesem frustrierendem Auftakt in die Saison 2010/11 gar nicht in die Spielanalyse einsteigen, da sich lediglich ein allgemein negativer und pessimistischer Eindruck verfestigt hat, der sich bei den Auftritten im Super Cup und DFB-Pokal schon ankündigte.

Bis zum 31. August ist also noch Zeit, um durch sinnvolle Transfers noch Kurskorrektur zu betreiben. Wer dann kommt, muss der Mannschaft aber sofort und ohne lange Eingewöhnung sofort weiterhelfen. Sonst steht zu befürchten, dass sich Felix Magath bei seinen massiven Umbaumaßnahmen diesmal ebenso massiv verkalkuliert hat.

Der vom Fußballspielen nichts versteht

04. August 2009 - Stefan - 2 Kommentare

Es geht momentan etwas vor, wobei es wichtig ist, dass möglichst viele Beteiligte äußerst besonnen vorgehen.

Nicht wie die Bild, die sich im Internet arg kurz fasst. Ich muss gestehen, ich weiß nicht genau wo es herkam – die vernünftigeren Quellen (11Freunde, Kicker, Süddeutsche) nennen “türkische Medien” als die ursprünglichen Anprangerer. Das reicht mir zwar nicht, ich wüsste gerne was diese Medien selbst geschrieben haben, aber momentan muss ich mich damit begnügen. Nicht begnügen muss ich mich jedoch mit der Bild, die Yavuz Özoguz vom Muslim-Markt zitiert. Nicht nur entsteht der Eindruck, Özoguz habe hier als Erster gestreut, nein, sein eigentlich moderater Post wird von 782 auf 36 Wörter reduziert. Gut, wenn die erste Passage direkt eine der drastischsten ist und mit einem Ausrufezeichen abgeschlossen wird, muss man sich auf diesem Themengebiet nicht wundern.

Was ist überhaupt los? Weiterlesen »

Trainingsauftakt auf Schalke – Chronologie der Ereignisse

25. Juni 2009 - O-Jay - 3 Kommentare

Buer

09:57 Uhr: Seppo Eichkorn positioniert sich mit seinem Leichtlaufrad und dem Stadtplan von Buer in der Hand vor der Spielerkabine. Gleich kann’s losgehen zur ersten großen Laufrunde in der Ära Magath.

10:02 Uhr: Der Troß hat sich in Bewegung gesetzt. Es geht los Richtung Gegengerade am alten Parkstadion, von Insidern nur ehrfürchtig “Magath-Hügel” genannt. Vicente Sanchez hat bereits 200m Vorsprung herausgelaufen.

10:10 Uhr: Weiter geht es Richtung Berger See. Während der Großteil der Mannschaft fast da ist, stehen Gerald Asamoah, Carlos Großmüller und Levan Kobiashvili noch an der roten Ampel an der Adenauerallee.

10:12 Uhr: Endlich Grün! Asamoah und Großmüller sind um Anschluß bemüht. Levan Kobiashvili indes liest erst jetzt Magaths SMS von gestern Abend, in der er ihm eine weitere Woche Regeneration zubilligt. Ergo zieht er eine gemütliche Runde Minigolf vor und stärkt sich erst einmal mit einer Krakauer von Grill-Gott Hugo. Weiterlesen »

Stell Dir vor die Times ruft Dich an

17. Juni 2009 - Stefan - 0 Kommentare

So geschehen bei Jermaine Jones, mutmaßlich daheim im Wohnzimmer. Was muss das wohl ein Gefühl gewesen sein? Liest man im Goal Blog der NY Times, könnte man glauben, der gute Jermi wäre irgendwie unvorbereitet getroffen worden. Oder sein Beschluss, der DFB-Nationalmannschaft zugunsten der US-Auswahl den Rücken zu kehren, war generell nicht so sehr von Nachdenken und Argumenten begleitet als eher von Unzufriedenheit – weshalb er dem Herrn von der Times imho nicht so richtig begründen konnte, warum es ihn nun in den Westen zieht. Wir wissen ja, dass Jermaine Jones sehr direkt ist. Ob in diesem speziellen Falle aber vielleicht ein paar etwas weniger leichtgängige Ablassventile für Emotionen besser gewesen wären, wird sich noch zeigen. Weiterlesen »

Das Schöne siegt

28. Mai 2009 - O-Jay - 7 Kommentare

Barca Setup

Es gibt diese Spiele, die man ewig schauen könnte. Spiele, die nie enden sollen und die einen daran erinnern, warum man diesem Sport so bedingungslos verfallen ist. Gestern gab es so ein Spiel. Wobei sich der Anteil des Verlierers, Manchester United, darauf beschränkte, den Champion beim Zelebrieren seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten nicht allzu sehr zu behindern. Es war ein in allen Belangen verdienter Triumph des FC Barcelona. Ein Triumph von betörender Schönheit, ein Triumph für den Fußball insgesamt. Weiterlesen »

Zitat des Tages

26. Mai 2009 - O-Jay - 0 Kommentare

Für die Seria A würde ich beispielsweise nur eine geschenkte Dauerkarte annehmen, wenn man mir ein frisch bezogenes Daunenbett auf die Haupttribüne stellte.

Matthias von schalkefan.de bringt meine jahrelangen Empfindungen für Italiens Eliteklasse auf den Punkt.